Hochintensives Training (HIT) hat einen positiven Einfluss auf das verbale Gedächtnis, die Ausdauerleistungsfähigkeit und auf Moleküle, die die Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke beeinflussen.

Dies konnte eine neue Studie von Zimmer et al, 2017 aufzeigen, in der die Auswirkungen eines HIT mit denen eines Standard-Trainings eines üblichen Reha-Aufenthaltes von drei Wochen verglichen wurde.

Die HIT-Gruppe trainierte dreimal pro Woche in 5 x 3 Min HIT Intervallen auf dem Rad-Ergometer mit 1,5 Min aktiven Pausenintervallen bei reduzierter Umdrehungszahl. Das Training dauerte insgesamt 20 Min inklusive 2 Min Warm-up und 2 Min Cool down. Zusätzlich gab es eine Erholungsperiode von 45 Min nach dem Training.

Die Kontroll-Standard-Trainingsgruppe trainierte dagegen fünfmal pro Woche mit 30 Min bei moderater Intensität auf dem Rad-Ergometer, ebenfalls inklusive 2 Min Warm-up und 2 Min Cool down.

Die Ergebnisse zeigen, dass beide Gruppen ihre Ausdauerleistungsfähigkeit verbessern konnten, wobei die HIT-Gruppe jedoch eine größere Verbesserung im Vergleich zur Standard-Trainingsgruppe verzeichnen konnte. Des Weiteren weist die HIT-Gruppe eine Verbesserung der verbalen Gedächtnisleitung auf sowie eine günstige Anpassung von Molekülen, welche die Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke beeinflussen und somit eine Rolle für das Eindringen von Entzündungsfaktoren ins Gehirn haben.

Das HIT wurde gut vertragen, ist zeitsparend und scheint größere Anpassungen als das Standard-Training zu haben. Die Autoren weisen darauf hin, dass weitere Studien zu diesem Thema empfohlen werden.

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